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Gründungsversammlung des Heimatvereins Vetoniana Pfünz

Am Freitag, den 22. Januar 1993, fand die Gründungsversammlung des Heimatvereins Vetoniana Pfünz im Schützenhaus statt. Es erschienen etwa 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Josef Neubauer erklärte, warum ein Verein zur Pflege von Geschichte und Brauchtum in Pfünz wichtig und sinnvoll ist. Einmal ist hier das Kastellfest zu nennen, das in der Größenordnung für zwei gemeinnützige Ortsvereine den Rahmen der Möglichkeiten der Einzelvereine sprengt. Zum anderen paßt das Kastellfest nicht zu den ursächlichen Aufgaben des Schützenvereins und der Feuerwehr. Aber nicht nur das Kastellfest soll im Vordergrund stehen, wenn es auch eine Hauptaufgabe für den Verein darstellt, sondern auch die Pflege der Geschichte von Pfünz soll seinen Platz haben.

Der neue Verein soll keinen Ableger und keine Außenstelle des Historischen Vereins Eichstätt darstellen. Der neue Pfünzer Ortsverein begrenzt sein Wirkungsfeld auf den Ort Pfünz und seine unmittelbare Umgebung.

Auch das finanzielle Engagement bleibt auf Pfünz begrenzt, d.h. der Verein verwendet seine Mittel nur für Projekte, die auf den Ort Pfünz bezogen sind.

In der Zusammenarbeit mit Karl Zecherle wurde in der Vorbereitungszeit zur Gründungsversammlung ein Satzungsentwurf erstellt. Die Formulierung ist juristisch gewählt und darauf ausgerichtet, vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit zu bekommen. Karl Zecherle erklärt die einzelnen Passagen der Satzung.

Der neue Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Dies ist mittlerweilen geschehen. Der Verein wurde unter Nr. VR 911 am 16.3.93 beim Amtsgericht Ingolstadt registriert.

Die Vereinsgründung wurde in der Versammlung formell in drei Schritten durchgeführt.

1. Verabschiedung der Satzung

Die von Karl Zecherle erläuterte Satzung wurde von der Versammlung mit 58 zu 0 Stimmen angenommen, keine Enthaltung. Über das Wahlrecht von Mitgliedern im Alter von 12-16 Jahren wurde getrennt abgestimmt: für das Wahlrecht stimmten 48 Versammlungsteilnehmer 10 waren dagegen.

2. Festlegung des Mitgliedsbeitrages

Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 58 zu 0 Stimmen auf DM 12,-- pro Jahr festgelegt. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen DM 6,-- pro Jahr, hier war die Abstimmung 56 zu 2.

3. Wahl des Vorstandes

Zum ersten Vorsitzenden wurde mit 55 zu 4 Stimmen Josef Neubauer gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Siegfried Borowitz mit 55 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung gewählt. Die Kasse führt Erna Neubauer, gewählt mit 51 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung. Schriftführer wurde Helmut Drieger mit 56 zu 2 Stimmen bei keiner Enthaltung. Alle gewählten Vorstandsmitglieder haben die Wahl angenommen.

Die Satzung sieht einen Beirat von 5 Mitgliedern vor. Zu Beiräten wurden gewählt: Michael Kreipp (50 Stimmen), Josef Beck (48 Stimmen), Herbert Neubauer (44 Stimmen), Gerhard Ochsenkühn (40 Stimmen) und Reinhard Held (31 Stimmen).

Als Kassenprüfer wurden Birgitt Göbel und Norbert Kirschner berufen.

In die Mitgliederliste haben sich bis zum Ende der Versammlung 69 Mitglieder eingetragen (incl. nicht anwesende Kinder und Jugendliche).

Soweit zum formellen Akt der Vereinsgründung. In der Woche nach der Vereinsgründung bereiteten die gewählten Vorstandsmitglieder die erste Vorstandsitzung vor.

Konstituierende Sitzung der Vorstandschaft

Die erste Sitzung der erweiterten Vorstandschaft (Vorstand und Beisitzer) fand am 4. Februar 1993 im Gasthaus Reißer statt. Alle gewählten Vorstandsmitglieder und Beisitzer waren anwesend. Die Mitgliederliste enthielt inzwischen 83 Eintragungen.

Erster Tagesordnungspunkt war der Eintrag des Vereins in das Vereinsregister, der dazu erforderliche Termin beim Notar und der Antrag an das Finanzamt zur Genehmigung der Gemeinnützigkeit.

Zweiter Tagesordnungspunkt war die Auswahl des Vereinslokals. Dazu wurde das Gasthaus Reißer bestimmt, für größere Veranstaltungen steht im Einvernehmen mit dem Schützenverein das Schützenhaus zur Verfügung.

Dritter Tagesordnungspunkt war die Festlegung der Bankverbindung. Den Zuschlag erhielt die Raiffeisenbank Eichstätt.

Vierter und umfassenster Tagesordnungspunkt war die Vorbereitung des Kastellfestes. In den vergangenen Jahren begannen die ersten Vorbereitungen schon immer etwa im November des Vorjahres zur Terminfestlegung und Verpflichtung von Musikkapellen, etc. Durch die Neugründung des Heimatvereins haben sich diese ersten Vorbereitungen verzögert, sodaß Eile geboten war. Wichtigster Punkt war, welche römischen Gruppen zu welchen Konditionen eingeladen werden sollten. Da das Kastellfest erstmals unter der Regie des Heimatvereins laufen sollte und der Verein keinerlei Rücklagen hatte, war die Auswahl der Gruppen mit Bedacht zu treffen. So wurde auf Daniel Petterson und eine neue Gruppe aus Opladen verzichtet. Um das Fest aber attraktiv zu halten, wurde beschlossen, die eigene Römergruppe mehr in den Vordergrund zu stellen und mit einem eigenen römischen Lagerplatz mit Zelt aufzutreten.

Der fünfte und letzte Tagesordnungspunkt der ersten Vorstandsitzung war die Berufung eines Kastellfestausschusses. Die Meinung des Vorstandes war es, daß die Organisation des Kastellfestes nicht ausschließlich von Vorstandsmitgliedern durchgeführt werden müsse, sondern von Mitgliedern, die bisher schon dem Kastellfestausschuß angehörten und in ihren Fachbereichen bewährt sind. Dem Kastellfestausschuß gehören an: Die Vorstandsmitglieder, sowie Josef Beck, Gerhard Schmid und Wolfgang Betz.

VETONIANA ist gegründet

Mit diesem Akt der Gründungsversammlung am 22.01.1993 und der anschließenden ersten Vorstandssitzung am 04.02.1993 ist der Verein endgültig gegründet. Juristisch wurde der Schritt mit der Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer VR911 am 16. März 1993 vollzogen.

Eintrag im Vereinsregister Bekanntgabe im Eichstätter Kurier