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Von 1989 bis 1993 fanden fünf Kastellfest in Serie statt. Wenn man sich diese Größenordnung und die damit verbundene Leistung überlegt, ist im Nachhinein fast nicht vorstellbar, wie dies gelaufen ist. Aber es stellten sich jetzt wirklich Ermüdungserscheinung ein und es wurde der Beschluß gefaßt das Kastellfest im Turnus von zwei Jahren durchzuführen. 1994 war deshalb eine Pause. Dies war aber für den Verein beileibe kein veranstaltungsfreies Jahr.

1993 wurde Dr. Edmund Stoiber Ministerpräsident in Bayern. Er stattete nach seinem Amtsantritt jedem Landkreis einen Antrittsbesuch ab. Als erste Anlaufstelle im Landkreis Eichstätt wurde dafür das römische Kastell in Pfünz ausgewählt. Wir haben den frischgebackenen Ministerpräsidenten und voller Unform und ziviler Ausrüstung mit panis militaris und mulsum empfangen. Auf einem Wachstäfelchen hat er sein Autogramm hinterlassen.

1994 wurde damit begonnen, die Verbindungsmauer zwischen dem Nordtor und dem nordwestlichen Eckturm aufzubauen. Die Vereinsmitglieder haben dabei tatkräftig mitgeholfen.

Aber ganz konnten wir das römische Leben doch nicht ablegen. So wurde im kleinen Kreis, nur auf Pfünz bezogen, ein Römerfamilienfest durchgeführt. Der Erlös daraus wurde dem Kindergarten St. Nikolaus in Pfünz gespendet.

Gutes Essen, Tanz und Unterhaltung stand auch bei den Römern hoch im Kurs. Der Wirt der "Stranz" hat mit römischen Gerichten experimentiert und ein wohlschmeckendes Rezept gefunden. Dies haben wir mit der kompletten Truppe getestet und für gut befunden. Nach dem Essen haben wir eine orientalische Augenweite verpflichtet, die bei manchem nach dem übbigen Essen das Blut zusätzlich in Wallung brachte.