Das Seitental am Fuß des Kastellberges wird vom Pfünzer Bach durchflossen. Am Bach direkt unterhalb des Osttores befand sich das über einen Serpentinenweg erreichbare römische Bad. Bei allen Kastellen waren zur Aufrechterhaltung der Hygiene der Legionäre Bäder vorhanden. Doch nicht nur die körperliche Reinigung stand im Vordergrund, sondern vor allem auch die Kommunikation untereinander. Radio, Fernsehen und die Druckkunst war den Römern noch fremd. So fand man sich im Bad zusammen, um alle wichtigen und unwichtigen Neuigkeiten auszutauschen.

Winkelmann hat das Bad freigelegt und vermessen. Er fand die Hypokaustenheizung noch größtenteils erhalten. Es war ein schöner Bau mit Vorhalle, Gallerien, Statuen, Kalt- und Warmwasserbecken und Ankleideraum. Leider fehlten Winkelmann damals (und der öffentlichen Hand heute) die Mittel den prachtvollen Bau zu sichern und der Nachwelt zugänglich zu machen. So wurden die Ausgrabungen wieder zugeschüttet - Schade.

Skizze des römischen Bades von Dr. Fr. Winkelmann