Lagerdorf

Auf der Ebene südlich des Kastells dehnte sich das zivile Lagerdorf aus. Hier untersuchte Winkelmann 137 römische Bauten, Keller und Zisternen. Er fand auch zwei Tempel, einer war der Tempel des Jupiter Dolichenus, einer syrischen Gottheit. Er stand unmittelbar vor dem Südtor. Dolichenus muß mit der Eisengewinnung, wie sie im Pfünzer Tal betrieben wurde, zusammenhängen. Eine gefundene Inschrift dieses Tempels ubi ferrum nascitur bedeutet: wo das Eisen wächst. Der andere Tempel war der Fortuna geweiht und stand östlich der Straße nach Nassenfels.

Handwerkersiedlung

Weiter südlich des Bades befand sich eine Erzschmelze. Damit wurde das auf der Hochebene nördlich der Altmühl ergrabene Bohnerz verhüttet. Auch eine Schmiede war zu finden, dort wurde vermutlich das Eisen zu Waffen und Gebrauchsgegenständen verarbeitet. In der Umgebung fand man auch zwei Töpferöfen, Keller, Zisternen und zwei Brunnenschächte.